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  • Den Mutigen gehört die Welt

    Den Mutigen gehört die Welt

    Kürzlich war ich in der Kirche. Im Allgemeinen fällt es den Dienern Gottes schwer, die Botschaften der Bibel so rüber zu bringen, dass wir Normalsterblichen etwas damit anfangen können. Sie predigen sich mit einer Inbrust fast die Seele aus dem Leib und doch verlassen wir mit einem schalen Gefühl das Gotteshaus. Was bringt mir das persönlich? Hilft es mir weiter? Wie kann ich die Botschaften in meinem Leben umsetzen? Doch letzten Sonntag erzählte der Pfarrer von einem Gleichnis, mit dem ich etwas anfangen konnte.

    Der Sprung ins kalte Wasser

    Die Jünger Jesu fuhren mit einem Boot hinaus auf den See Genezareth. Jesus wollte später folgen, stieg aber zuerst auf einen Berg, um zu beten. Schließlich kam Sturm auf und die Jünger riefen nach ihrem Meister. Jesus stieg vom Berge herab und ging über das Wasser auf das Boot zu. Petrus – einer der Jünger – rief Jesus zu, er solle befehlen, dass auch er – Petrus – über das Wasser gehen könne. Jesus rief „Es geschehe nach deinem Glauben“. Und Petrus verließ das sichere Boot und ging über das Wasser auf Jesus zu. Petrus und die anderen Jünger staunten nicht schlecht, als sie Petrus über das Wasser wandeln sahen. Als sich aber Petrus dessen gewahr wurde, was hier geschah und ein Sturm aufzog, der die Wellen höher schlagen ließ, verließ Petrus der Mut und er flehnte Jesus an, ihn zu retten. Jesus griff nach ihm und zog ihn aus dem Wasser.

    Was will uns dieses Gleichnis sagen? Nun, das Boot ist eine Metapher für Sicherheit, unsere Komfortzone. Sobald wir den Entschluss gefasst haben, unser sicheres Terrain zu verlassen und Neues zu wagen, werden Kräfte in Gang gesetzt, die uns bei unserem Vorhaben unterstützen. Die richtigen Menschen kommen auf uns zu, das richtige Buch mit den entscheidenden Informationen fällt uns in die Hände, die Gedanken bauen logisch aufeinander auf, es eröffnen sich uns Mittel und Wege, an die wir gar nicht gedacht, die wir gar nicht erwartet haben. Wir gehen ein Wagnis ein, von dem wir nicht wissen, wie es enden wird. Wie immer die Sache auch ausgehen mag – wir haben auf jeden Fall gewonnen. Entweder wir tragen den Sieg davon und erreichen unser Ziel. Oder wir scheitern und müssen uns neu orientieren. Aber selbst dann haben wir gewonnen. Wir sammeln wertvolle Erfahrungen, stärken unser Selbstvertrauen, wissen das nächste Mal, wie es nicht geht. Wären wir im Boot sitzen geblieben, würden wir niemals erfahren, ob wir in der Lage wären, unser Ziel zu erreichen. Die Jünger, die im Boot sitzen geblieben sind, werden niemals erfahren, ob auch sie über das Wasser würden gehen können. Wer im Boot sitzen bleibt, seine Komfortzone nie verlässt, führt vielleicht ein ruhiges, beschauliches Leben. Ein Leben ohne besondere Höhen und Tiefen, das er sich mit Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit, Gleichförmigkeit und Perspektivlosigkeit erkauft. Nie wird er erfahren, was möglicherweise in ihm steckt. Und in jedem Menschen steckt etwas Besonderes. Ich betone: IN JEDEM MENSCHEN! Schade nur, dass viele – vielleicht sogar die meisten, es nie erfahren werden. Jeder hat besondere Neigungen, Talente und Begabungen und es ist verdammt noch mal die Pflicht eines Jeden, diese Talente und Begabungen für sich selbst und zum Wohle seiner Mitmenschen einzusetzen.

    Verlasse deine Komfortzone – das Leben wartet

    Nun aber weiter mit unsere Geschichte. Was aber geschah dann? Was geschah, nach dem Petrus auf dem Wasser ging und die Wellen plötzlich höher schlugen? Petrus verlor den Glauben an sich selbst, ihn verließ der Mut. Das ist der Zeitpunkt des Zweifels, der jeden über kurz oder lang heimsucht, der neue Wege geht. Beiden – jene, die weitergeben und jene, die wieder umkehren, haben bis hier einen gemeinsamen Nenner: Sie hatten den Mut, einen Entschluss zu fassen und den ersten Schritt zu tun. Sie hatten neues Terrain betreten. Doch dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Die Zaghaften, Erfolglosen kehren um, machen bei den ersten Niederlagen schlapp. Die Erfolgreichen, machen da weiter, wo andere aufhören. Sie denken nicht einmal an Umkehr. Ganz im Gegenteil: Sie hängen die Messlatte immer höher. Ihr Ehrgeiz ist erwacht. Sie lieben die Herausforderung.

    Ging Petrus ein Risiko ein? Ganz sicher ging er ein Risiko ein. Sein Versuch, auf dem Wasser zu gehen, hätte ja auch gründlich schief gehen können. Gingen die übrigen Jünger ein Risiko ein? Selbstverständlich! Ist es vielleicht nicht wagemutig zu riskieren, das man auf Gedeih und Verderb einem Arbeitgeber ausgeliefert ist, der einen jederzeit vor die Tür setzen kann? Ist es nicht riskant, seinen Lebenssinn zu verfehlen, ihn nie kennen zu lernen, von dieser Erde abtreten zu müssen, ohne je wirklich gelebt zu haben? Ich halte diese Risiken für erheblich bedeutender als das vergleichsweise kleine Risiko, etwas Neues zu wagen. Zurück in die Komfortzone kann man immer noch, wenn alle Stricke reißen.

    Wer mit beiden Beinen auf dem Boden steht, kommt nicht vorwärts. Also, worauf warten Sie noch! The sky is the limit!

  • Vom Saulus zum Paulus

    Vom Saulus zum Paulus

    Wer kennt sie nicht, die Geschichte von Apostel Paulus. Hier die Kurzfassung:
    Er war der Sohn vermögender jüdischer Eltern aus Tarsus in Kleinasien mit römischem Bürgerrecht, war aber in einer griechisch-bürgerlichen Umgebung aufgewachsen und beherrschte die griechische Sprache. Saulus war von Beruf Zeltteppichweber wie sein Vater und folgte ihm auch in dessen Amt als Pharisäer (jüdischer Theologe im Laienstand).

    Für Saulus war die christliche Kirche eine Sekte. Sei Hass richtete sich vor allem an die Urchristen, die sich seiner Meinung nach nicht vollständig an die Regeln der Tora (ein Teil der jüdischen Bibel; in der christliche Bibel sind es die fünf Bücher Mose) richteten. Diese Gesetzesuntreue – so meinte Saulus – musste bestraft werden und er hatte es sich zur Aufgabe gesetzt, die Christen zu verfolgen und zu vernichten. Die Schriften sagen, dass er bei der Steinigung von Stephanus zugegen war und die Kleider der Steiniger bewacht hat. Anschließend soll er Frauen und Männer aus Stephanus`Gemeinde verschleppt und deren Verhaftung herbeigeführt haben.
    Als er sich auf den Weg nach Damaskus machte, um dort Jesu Anhänger aufzuspüren und zu verhaften, soll er dem auferstandenen Jesus begegnet sein. In der Apostelgeschichte, Kapitel 22 heißt es: “Es geschah aber, da ich hinzog und nahe Damaskus kam, um den Mittag, umleuchtete mich schnell ein großes Licht vom Himmel. Und ich fiel zum Erdboden und hörte eine Stimme, die sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Ich antwortete aber: HERR, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst… Ich sprach aber: HERR, was soll ich tun? Der HERR aber sprach zu mir: Stehe auf und gehe gen Damaskus; da wird man dir sagen von allem, was dir zu tun verordnet ist. Als ich aber von der Klarheit dieses Lichtes nicht sehen konnte, ward ich bei der Hand geleitet von denen, die mit mir waren, und kam gen Damaskus.”

    Von diesem Augenblick an erkannte Saulus seine wahre Berufung. Es fiel ihm wie Schuppen von den Augen: Sein ganzes bisheriges Leben hatte er falschen Zielen gewidmet. Er wechselte die Seiten, trat zum Christentum über und nannte sich fortan Paulus. Mit dem gleichen Eifer, mit dem er bislang die Christen verfolgt hatte, widmete er sich nun der Verbreitung des Chistentums.

    Feindschaft und Ablehnung gegenüber anderen…

    Es gibt manch einen Zeitgenossen, der vom Saulus zum Paulus mutierte. Ich habe einmal von einem Mann gelesen, der Neonazi gewesen ist. Als Jugendlicher hatte er im Suff einen anderen Menschen so schwer verletzt, dass dieser an den Folgen seiner Verletzungen gestorben ist. Man steckte den Mann ins Gefängnis und während er seine Haftstrafe verbüßte wurde er zum Christen. Heute ist er Pastor einer kleinen Gemeinde.

    Warum gibt es so viele Saulusse unter uns, die voller Hass gegenüber Andersdenkenden oder Menschen anderer Herkunft sind? Aktuelles Beispiel: Asylanten. Warum werden immer wieder Flüchtlingsunterkünfte niedergebrannt? Die Flüchtlinge haben so schlimme Dinge sehen und erleben müssen, wie wir sie uns nicht einmal vorstellen können. Sie mussten ihre Heimat verlassen, flohen vor Krieg, Folter und Mord. Sie kommen voller Hoffnung bei uns an. Sie freuen sich auf ein besseres Leben in Anstand und Würde. Auf ein bisschen Glück vielleicht. Stattdessen stehen sie plötzlich vor einer Mauer voller Hass. Es ist kein Verdienst, ein Deutscher zu sein. Es ist ein Privileg! Das sollten wir nie vergessen. Warum begegnen viele anderen Menschen mit Abneigung, nur weil sie anders denken, andere Wertvorstellungen und andere Lebensentwürfe haben?

    … und gegenüber sich selbst

    Diese Diskriminierung beschränkt sich aber nicht nur auf andere Menschen. Oft diskriminiert man auch sich selbst. “Mein Leben ist zu nichts nutze. Was soll ich hier auf dieser Welt?” Andere sind um so vieles besser im Beruf. Sie sind viel bessere Ehemänner, Mütter, Familienväter, Töchter, Söhne” etc. Das sind Glaubenssätze, die uns nicht weiterbringen. Der Hass, die Geringschätzung oder Ablehnung richtet sich dann nicht gegen andere, sondern gegen uns selbst.
    Leute, hört auf damit, andere oder euch selbst abzulehnen oder gar zu hassen! Werdet vom Saulus zum Paulus! Es bedarf gar keines großen Ereignisses, wie es Saulus widerfahren ist. Es genügt völlig, Augen und Ohren offenzuhalten für die Nöte, Bedürfnisse und Leiden anderer. Nicht jeder ist bereit oder in der Lage, anderen aktiv zu helfen, zum Beispiel in einem Ehrenamt. Zumindest aber sollte man seinen Mitmenschen mit Respekt und Anstand begegnen und anerkennen, dass jeder Mensch seinen eigenen Lebensentwurf hat. Jeder hat sein Scherflein zu tragen. Auch andere Menschen, denen du vielleicht nicht so besonders wohlgesonnen bist, haben ihre Probleme. Auch sie können trauern und weinen.

    Wer willst du sein und wie willst du sein?

    Und wie ist es mit dir selbst bzw. deiner Einstellung dir selbst gegenüber? Sei nicht zu streng mit dir. So wohlwollend du anderen gegenüber begegnen solltest, solltest du auch dir selbst begegnen. Sicher gibst du dein Bestes, stehst deinen Mann (bzw. deine Frau) im Leben, so gut du eben kannst. Und momentan geht es halt gerade nicht besser. Nur wenn du Achtung vor dir selbst hast, kannst du auch Achtung anderen gegenüber haben. Gehe in dich und mache eine Bestandsaufnahme deines bisherigen Lebens. Überlege, wer du sein möchtest und wer du tatsächlich bist. Und wenn du weißt, wer du bist, dann schmiede Pläne und setze dir Ziele, die zu dir passen. Und falls du wie Saulus zu dem Schluss kommen solltest, dein ganzes bisheriges Leben den falschen Zielen gewidmet zu haben, wünsche ich dir von Herzen, die richtigen zu finden. Werde vom Saulus zum Paulus. Im Umgang mit anderen und im Umgang mit dir selbst!

  • WhatsApp am PC – so geht`s

    WhatsApp am PC – so geht`s

    Bist du WhatsApp-Nutzer? Dann hattest du vielleicht auch schon mal folgendes Problem. Du hast per WhatsApp schöne Fotos bekommen und möchtest diese Fotos von deinem Smartphone auf den PC übertragen, um sie dort anzusehen oder zu archivieren. Aber das USB-Kabel deines Smartphones ist nicht mit dem USB-Schnittstellen deines PC kompatibel. Oder du hast keine freie Schnittstelle mehr am PC. Am besten wäre es, man könnte überhaupt auf diese blöden Kabel verzichten. Und überhaupt: Am liebsten würdest du WhatsApp-Nachrichten am PC schreiben. Mit der Tastatur deines Computers schreibt es sich einfach besser und schneller und der große Monitor ist auch angenehmer fürs Auge als das kleine Display deines Smartphones.

    WhatsApp Web – keine Installation erforderlich

    Oh Wunder der Technik: Das geht tatsächlich! Und ohne Kabel! Wie das geht, zeige ich dir jetzt.

    1. Öffne deinen Browser (zum Beispiel Internet-Explorer, Microsoft Edge, Google Chrome, Firefox etc.) und gib in die Adresszeile den Befehl https://web.whatsapp.com ein oder klicke hier.
    2. Auf deinem Monitor wird dann folgendes Bild angezeigt:
    1. Folge den Anweisungen wie im Bild beschrieben:
    2. Öffne Whatsapp auf deinem Smartphone.
    3. Du findest dann in der rechten oberen Ecke drei Punkte. Klicke auf das Symbol mit den drei Punkten.
    4. Es öffnet sich ein kleines Menü. Klicke in diesem Menü auf Verknüpfte Geräte.
    5. Daraufhin öffnet sich ein Fenster mit der Bezeichnung „Verknüpfte Geräte“:

    8. Klicke dort auf Gerät hinzufügen.

    9. Ein neues Fenster mit der Bezeichnung „QR-Code scannen“ wird geöffnet

    10. Halte nun dein Smartphone an den Monitor deines PC und scanne den dort angzeigten QR-Code.

    11. Sobald du das getan hast, erscheint auf deinem Bildschirm ein genaues Abbild deines Whatsapp-Accounts.

    Jetzt kannst du Bilder, die du per Whatsapp bekommen hast, auf deinem PC speichern, empfangene Whatsapp-Nachrichten lesen oder selbst Posts mit Whatsapp am PC schreiben und verschicken.

    Immer wenn du jetzt in deinem Browser den Befehl https://web.whatsapp.com in der Adresszeile eingibst oder hier klickst, öffnet sich der Whatsapp-Bildschirm deines Smartphones auf dem PC-Monitor.

    Wenn du das Whatsapp deines Smartphones wieder vom PC entkoppeln willst, klicke auf deinem Computer-Monitor auf die drei Punkte im oberen rechten Eck des Chats und klicke auf Abmelden:

    Wenn du viel Zeit am PC verbringst, brauchst du dein Smartphone prakisch nicht mehr, um Nachrichten per Whatsapp empfangen oder senden zu können. Whatsapp Web – so heißt dieses Konstrukt – macht`s möglich. Du kannst all deine Chats und Whatsapp-Gruppen auch am PC oder einem anderen Endgerät (zum Beispiel einem Tablet) nutzen. Du kannst auch deinen Status oder dein Profilbild mit deinem Browser ändern.

    Ganz ohne Smartphone geht es aber doch nicht. Die aktuelle Version von Whatsapp muss auf jeden Fall auf deinem Telefon installiert sein. Um Whatsapp Web einrichten zu können, muss dein Smartphone mit dem Internet verbunden sein. Danach funktioniert Whatsapp Web auch, wenn dein Smartphone offline oder ausgeschaltet ist. Eine aktive Internetverbindung benötigst du dann nur noch an dem Gerät (PC, Tablet etc.), mit dem du Whatsapp nutzen möchtest.

    WhatsApp für Windows – noch mehr Komfort

    Wenn du Whatsapp Web nutzt, musst du nichts herunterladen oder installieren, da es sich um eine rein browserbasierte Anwendung handelt. Willst du es noch komfortabler haben, kannst du auch eine Whatsapp-Desktop-Version kostenlos herunterladen. Das Downloaden dieser App mit der Bezeichnung „Whatsapp für Windows“ wird dir jedes Mal angeboten, wenn du das browserbasierte Whatsapp Web aufrufst. Whatsapp für Windows kannst du auch als Icon auf die Benutzeroberfläche deines PC oder als Icon in der Taskleiste ablegen. Dann musst du nicht jedes Mal Whatsapp Web mit deinem Browser öffnen. Ein Mausklick auf das Symbol auf deinem Desktop oder in der Taskleiste genügt und du kannst wieder chatten. Außerdem bietet Whatsapp für Windows eine Echtzeit-Benachrichtigungsfunktion. Das heißt, du erhältst jedes Mal einen Hinweis auf deinem PC, wenn eine neue Whatsapp-Nachricht eingeht – auch dann, wenn du gerade mal nicht bei Whatsapp angemeldet bist.

    Eine tolle Sache, wie ich finde. Ich jedenfalls nutze schon lange Whatsapp Web und habe mir inzwischen auch Whatsapp für Windows heruntergeladen. So verpasse ich keine Whatsapp-Nachricht mehr, wenn ich gerade am PC sitze und mein Smartphone zum Beispiel ausgeschaltet ist oder in einem anderen Zimmer liegt.

    Probiere es einfach mal aus.

  • Familie – das Kostbarste im Leben

    Familie – das Kostbarste im Leben

    Liebe steht am Anfang des Lebens…

    Vor einiger Zeit hat mir meine Frau ein paar Tage Wellnessurlaub zum Geburtstag geschenkt. Wir haben ein paar wunderschöne Tage im Hotel Eisvogel in Bad Gögging erlebt. Auf einem Spaziergang durch den Kurort habe ich ein Schild am Zaun eines Privatanwesens gesehen, auf dem folgender Spruch stand:

    Das erste,

    was der Mensch im Leben vorfindet

    Das letzte,

    wonach er die Hand ausstreckt

    Das kostbarste,

    was er im Leben besitzt

    ist

    Die Familie

    Tatsächlich ist die Familie das erste, was der Mensch im Leben vorfindet. Das kann eine Großfamilie genauso sein wie eine kleine Mini-Familie aus Mutter und Kind. Wenn das kleine Menschlein Glück hat, wird es in eine liebevolle Familie hineingeboren, die es umsorgt und in der es sich geborgen fühlt. Dieses Glück hat nicht jedes Kind. Es gibt Kinder, die bereits im Säuglingsalter schlimme Qualen erleiden müssen. Aber kleine Kinder lieben ihre Eltern immer. Egal, was sie ihnen antun. Kleine Kinder lieben ihre Eltern selbst dann, wenn sie geschlagen, misshandelt, missbraucht und gequält werden. Wenn dies geschieht, sehen sie die Schuld eher bei sich. „Was habe ich denn böses getan?“, fragen sie sich dann vielleicht.

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  • Leben wie ein Fürst

    Leben wie ein Fürst

    Gehörst du auch zu jenen Leuten, die mit ihrem Schicksal hadern? Die immer glauben, dass es die anderen so viel besser haben als sie selbst? Hin und wieder ertappe ich mich selbst dabei, mich mit anderen zu vergleichen, die es (scheinbar) besser haben als ich. Ich glaube, es wird Zeit, dass wir unseren Blickwinkel ändern. Hier einige nackte Tatsachen:

    • Nach neuesten Schätzungen gibt es etwa 43 Millionen Menschen auf der Welt, die vollkommen blind sind. Der größte Teil davon lebt in einkommensschwachen Regionen, weil dort der Zugang zu medizinischer Versorgung und Augenärzten deutlich eingeschränkt ist.
    • In Deutschland gibt es etwa 220.000 Menschen, denen mindestens ein Bein amputiert werden musste.
    • 673 Millionen Menschen auf der Erde leiden an Hunger. Das sind immerhin mehr als 8 Prozent der Weltbevölkerung.
    • Es gibt ständig Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen irgendwo auf der Welt. Tausende Menschen wachen jeden Tag im Bombenhagel auf und wissen nicht, ob sie den nächsten Tag überhaupt noch überleben. Und wenn sie ihn überleben, dann ist ihr Dasein von Angst überschattet. Es gibt Kinder, die noch nie etwas anderes in ihrem Leben gekannt haben als Krieg und Zerstörung. Einige dieser Menschen kommen um Hilfe flehend zu uns, um dieser Hölle zu entfliehen. Und was erwartet sie hier? Ablehnung, Fremdenfeindlichkeit, Fremdenhass. Ich habe mich oft gefragt, wie es wäre, wenn bei uns Krieg herrschen würde und ich in ein fremdes Land fliehen müsste. Wie würde ich mich wohl fühlen, wenn ich mutterseelenallein dort wäre, mich die Menschen mit hasserfüllten Augen ansähen, ich die Sprache nicht sprechen würde, keine Freunde fände und in einem Flüchtlingscamp vegetieren müsste, einem Ghetto nicht unähnlich?
    • Der Deutsche Gehörlosenbund schätzt die Anzahl der Menschen, die nicht oder nicht mehr hören können, auf etwa 80.000.
    • Die jährliche Zahl der Amputationen oder Teilamputationen an Fingern, Händen und Armen wird auf etwa 5.400 geschätzt.
    • Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht von etwa 280 Millionen bis 322 Millionen Menschen aus, die unter Depressionen leiden.
    • In Deutschland gab es 2023 etwa 5,7 Millionen pflegebedürfte Menschen. Inzwischen dürften es noch deutlich mehr sein.
    • 831 Millionen Menschen – das sind etwa 10 Prozent der Weltbevölkerung müssen mit dem Existenzminimum auskommen. Etwa 1,1 Milliarden Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Bildung, Wohnraum und/oder Gesundheitsversorgung.
    • Mehr als 2 Milliarden Menschen haben keinen dauerhaft sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser und etwa 4,4 Milliarden Menschen haben keine verfügbare Wasserversorgung, die frei von Verschmutzungen ist. Etwa 100 Millionen Menschen weltweit müssen ihr Wasser aus Flüssen, Seen, Brunnen oder anderen Quellen holen.
    • 17,3 Millionen Menschen können sich noch nicht einmal eine Woche Urlaub im Jahr leisten.

    Ich weiß nicht, in welcher Situation du dich befindest und ob du auch mit dem einen oder anderen dieser Probleme zu kämpfen hast. Ich für meinen Teil habe noch alle meine Gliedmaßen. Ich höre und sehe zwar nicht mehr so gut wie in jungen Jahren, aber ich bin weder taub noch blind. Ich kann mich ausreichend ernähren und kann es mir sogar leisten, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten. Ich leide auch nicht unter Depressionen, wenn ich auch hin und wieder etwas zerknirscht bin. Dabei handelt es sich aber meistens um Kleinigkeiten, die es gar nicht wert sind, sich überhaupt über sie aufzuregen. Ab und zu zwickt es mal hier und mal da. Ich kenne aber Menschen, die wesentlich jünger sind als ich und denen es genauso geht. Pflegebedürftig bin ich jedenfalls noch lange nicht. Ich gehe jeden Tag joggen, wandere gerne und spiele ab und zu Tennis. Welch ein Segen, all dies noch tun zu dürfen und zu können! Ich habe eine ausgezeichnete Bildung (Universitätsabschluss) und wohne in einer bereits abbezahlten Eigentumswohnung. Ich muss nur zu Hause den Wasserhahn aufdrehen und habe jederzeit frisches Wasser zum Waschen oder Trinken zur Verfügung. Ich reise gerne und habe schon viel von der Welt gesehen. Und ich lebe in einem Land, das schöner nicht sein könnte. Mit einem hervorragenden Gesundheitssystem und einem sozialen Netz, das seinesgleichen in der Welt sucht. Ich lebe in einem Land, in dem seit 81 Jahren Frieden herrscht.

    Ist dein Leben lebenswert?

    Warum also um Himmelswillen soll ich mit meinem Schicksal hadern. Es gibt unendliche viele Männer und Frauen da draußen, die wahnsinnig gerne mit mir tauschen würden. Die sich nicht mehr an Sonnenauf- und untergängen erfreuen können, weil sie blind sind. Die nicht mehr wandern oder viele andere Dinge nicht mehr tun können, weil sie nicht mehr alle Gliedmaßen haben. Die gar nicht mehr wissen, wie es sich anfühlt, in Frieden einzuschlafen und in Frieden wieder aufzuwachen. Die um Geld betteln müssen oder noch nie etwas anderes von der Welt gesehen haben als ihr eigenes Dorf, in dem sie leben. Zugegeben: Ich bin ein wenig privilegiert. Aber selbst wenn du ein nicht mal annähernd so gutes Leben hast wie ich, geht es dir vermutlich immer noch tausend Mal besser als jene Menschen, die mit einer oder mehreren der oben genannten Situationen konfrontiert sind.

    Und wir regen uns auf, weil wir mal wieder den Bus verpasst haben. Weil das Urlaubshotel nicht unseren Ansprüchen genügt hat. Das Wetter uns den Sonntagsausflug verhagelt hat. Das Auto mal wieder in die Werkstatt muss. Oder der Fahrer vor mir auf der Autobahn bloß 100 Stundenkilometer auf der linken Spur fährt. Kürzlich habe ich mich dabei ertappt, wie ich vor Wut beinahe aus der Haut fuhr, nur weil die Patrone meines Druckers zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ihren Geist aufgab. auch ich habe meine kleineren und größeren Sorgen. Ich glaube aber, dass Millionen oder vielleicht sogar Milliarden Menschen auf dieser Welt ihre Probleme mit Kusshand gegen meine eintauschen würden.

    Leben wie ein Fürst

    In einem Gebiet auf der japanischen Insel Okinawa leben besonders viele sehr glückliche und sehr alte Menschen. Ihr glückliches und langes Leben beruht im Wesentlichen auf vier Säulen:

    • Sie haben gelernt, loszulassen und sich selbst so anzunehmen, wie sie sind.
    • Sie leben nachhaltig und in Harmonie mit sich und den anderen.
    • Sie haben Freude selbst an den kleinsten, unbedeutendsten Dingen.
    • Sie denken nicht an die Vergangenheit und grübeln nicht über die Zukunft nach. Sie leben im Hier und Jetzt.

    Nutze die schönen Tage, um sie in deinen Gedanken zu konservieren, um in dunkleren Tagen davon zehren zu können. Dazu passt recht gut das folgende Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe:

    Auch das ist Kunst, ist Gottes Gabe,

    aus ein paar sonnenhellen Tagen,

    sich so viel Licht ums Herz zu tragen,

    dass, wenn der Sommer längst verweht,

    das Leuchten immer noch besteht.

    Ich habe beschlossen, mich nie wieder über irgendwelche Kleinigkeiten aufzuregen. Und wenn es doch passiert, denke ich einfach daran, dass ich eigentlich ein Leben habe wie ein Fürst.